Blog

Die Krausnicker Berge

Waldsee bei Teupitz

Manch einer wird jetzt aufhorchen, Brandenburg und Berge? Da kann doch nur der Kieshaufen in Nachbars Garten gemeint sein.

Nein, liebe Freunde Sie irren. Gut wir haben keine so hohen Berge, wie den Brocken oder  die Zugspitze, aber der Wehlaberg in den Krausnicker Bergen bringt es auch auf beachtliche 144 Meter und das Beste darin ist, dass auf dem Berg ein Aussichtsturm steht.

 Geformt durch das Eiszeitalter

Die Krausnicker Berge sind, wie ganz Brandenburg, im Eiszeitalter durch die Formung skandinavischen Inlandseises entstanden. Die entscheidende Formung des Gebietes um den Wehlaberg entstand zur Saaleeiszeit. Eingebettet in die Landschaft der Krausnicker Berge sind 6 kleine Waldseen. Unsere Wanderung ging an den Ufern von 4 Seen vorbei.

Start in Märkisch Buchholz

Begonnen haben wir unseren Ausflug an der Ortsverbindungsstrasse von Märkisch Buchholz nach Köthen. Zuerst ging es am Triftsee entlang, wo gerade ein Angler Petri Heil hatte und einen Karpfen aus dem See zog. Die Heideseen sind ein Elderodo für Angler. Sie werden von Anglervereinen des DAV bewirtschaftet. Weiter ging es an den Ufern  des Mittelsee und des Schwanensees.

Alte Kiefer und Blaubeerbüsche

Vorbei an alten Kiefern, ursprünglichen Traubeneichenbeständen und Blaubeerbüschen ging es auf gut ausgeschilderten Wegen hinauf zum Wehlaberg und seinem Aussichtsturm. Wer die Treppen zur 2. Aussichtsplattform auf 168 m geschafft hat, wird mit einem grandiosen Panorama belohnt. Zu den Füßen des Wehlabergs liegen die  Heide- und der Köthnener See. Als erstes sieht man auf dem nächsten Berg den Feuerwachtturm. Früher hielten dort Forstarbeiter nach Bränden Ausschau, teilweise von früh um 6 bis abends 22:00 Uhr.

Brandenburger Vergangenheit und Moderne

Für mich als Försterstochter war es immer etwas Besonderes, wenn ich mit meinem Vater mit hinaufstieg den Turm, von wo man so weit schauen konnte. Heute sind die Feuerwachttürme mit modernster Technik ausgerüstet und niemand braucht mehr oben bei über 40 Grad Wärme Wache halten. Dort wo zu Vorwendezeiten MIG’s der Sowjetarmee in den Himmel abhoben, steht heute der DOME unserer Brandenburgischen Karibik , auch Tropical Islands genannt.

Die größte freitragende Halle ist das einzige was von den ehrgeizigen Plänen der Firma Cargolifter übrig geblieben ist. Ein wenig weiter und bei guter Sicht ist die Marienkirche von Beeskow zu bewundern. Wenn die Sicht perfekt ist, dann kann man vom Wehlaberg auch den Berliner Fernsehturm sehen und Berlin liegt immerhin 60 km entfernt. Wir hatten heute leider mit der Sicht nicht soviel Glück. Zurück ging es vorbei am Schwanen-, Mittel- und Pichersee, mit dem gleichnamigen Gestüt, zurück zum Auto.

Noch vieles mehr zu entdecken

Wer Lust auf Kaffee und Kuchen hat, kann noch einen Abstecher zu Kühns Gasthaus am Köthener See machen. Wir kehren dort beim nächsten Mal ein, wenn wir zum Märchensee wandern. Um diesen See rang sich so manches dunkle Geheimnis. Dazu aber mehr in einem der nächsten Beiträge, Sie sollen ja schließlich neugierig bleiben.

Bis dann

Ihre Iris Knop-Heidmann

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*