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Der Schäfersee bei Freidorf – ein Wanderbericht

Der tägliche Spaziergang mit meinem Deutsch-Kurzhaar Rüden Franz führte mich heute rund um den Schäfersee bei Freidorf. Woher der Name stammt, kann ich nicht sagen, vielleicht hat in grauer Vorzeit ein Schäfer seine Schafe im See gebadet.

Von Halbe aus kann man mit entweder mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zum Parkplatz am Schäfersee gelangen, dazu folgt man der Ortsverbindungsstrasse von  Halbe nach Oderin und biegt in Teurow vor dem Bahnübergang rechts nach Freidorf ab.

Ein Eldorado für Naturliebhaber

Nach ca. 2,5 Kilometer führt auf der rechten Seite eine schmale Straße zur Försterei Semmelei. Langsames Fahren ist geboten, da die Straße schmal und der Belag nicht gerade Rennpistenniveau hat. Nach etwa einem Kilometer weist ein Schild auf der linken Seiten auf den Schäfersee hin.  Ein Sandweg führt zum Parkplatz. Von dort gelangt man über einen Waldweg direkt zum Badestrand am See. Naturliebhaber und Angler werden begeistert sein, inmitten von Eichen und Erlen liegt der etwa 7 Hektar große Schäfersee und außer dem Vereinshaus der Freidorfer Angler, versperrt kein Grundstück den direkten Zugang zum See. Das Gewässer wird vom Freidorfer Anglerverein betreut.

Ruhe und Entspannung

Angler, die Mitglieder im DAV sind und nicht aus Brandenburg kommen, benötigen zum Angeln eine Brandenburg-Marke, die sie im ihrem jeweiligen Bundesland erwerben können. Dann steht auch dem Hobby im Urlaub nichts mehr entgegen. Wer nur wandern möchte folgt vom Badestrand dem schmalen Weg am See. Unter dem Blätterdach führt die Wanderung direkt am Wasser komplett um den Schäfersee. Kleine Stege und Bänke laden zum Verweilen ein und bieten eine unverbauten Blick auf den See.

Nach etwa dreiviertel  des Rundweges gelangt man an einen Grenzstein, nun kann man sich entscheiden, ob die Wanderung geradeaus in Richtung Badestrand oder rechts vorbei an einem Erlenbruch in Richtung Parkplatz gehen will. Zurück am Parkplatz lädt eine Futterkrippe zum Verweilen oder zu einem Picknick ein. Wer dann noch keinen Muskelkater hat, kann seine Wanderung noch zum Gedenkstein für der ersten Picher Semler fortsetzen. Picher waren Hersteller von Teer, Pottasche und Holzkohle.

Ehemalige Siedlung Semley

Picher Semler war auch der Namensgeber für die Försterei und die Ansiedlung Semley. Die Försterei Semmelei ist das Einzige, was von der Siedlung Semley, die noch bis 1876 erwähnt wurde, vorhanden ist. Zurück zum Parkplatz geht es auf dem gleichen Weg vorbei an der Försterei. Nach etwa 2 Stunden waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt und fuhren heim.

Bis zum nächsten Mal

Iris Knop

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